Alex Oldendorf: „Meine künstlerische Laufbahn begann im zarten Alter von 2 Jahren, als ich zum ersten Mal die Saiten einer akustischen Gitarre anzupfte. Dieses Erlebnis muss mich so dermaßen beeindruckt haben, dass ich mich seither und bis heute ungebrochen mit Gitarren (Akustik, E-Gitarre und 12String) und besonders intensiv mit Bässen, auch und gerade mit dem bundlosen Bass, beschäftige.

Nach meiner „wilden Zeit“ driftete ich immer mehr zur experimentellen Popmusik. Parallel dazu beschäftige ich mich mit Jazzmusik aus den 50er und 60er Jahren, bei der ich besonders gerne den bundlosen Bass einsetze.

Inspiriert durch diese beiden Strömungen entstandenen hierbei eine Vielzahl von Bassfiguren, die ich in Videos oder bei Vorführungen - wie z.B. auf der Musikmesse Frankfurt - spiele und darbiete.

Als ich im Sommer 2013 den Musiker, Komponisten und Produzenten Thilo Illgner kennenlernte, merkten wir beide sehr schnell, dass wir musikalisch auf derselben Wellenlänge lagen und bereit sind, einen Weg auch fernab der gängigen Hörgewohnheiten zu gehen, um gemeinsam an zum Teil außerge- wöhnlichen und auch anders klingenden, musikalischen Strukturen zu arbeiten.“


Und so wurden die in 2 Jahrzehnten von Alex Oldendorf entwickelten Bassfiguren durch die Kompositionen und Arrangements, die Klavier- und Synthesizerparts von Thilo Illgner zu außergewöhnlichen Songs verbunden, die in ihrer Art experimentell, schon nahezu avantgardistisch, aber immer melodisch und ausdrucksstark sind. Sie lassen sich entspannt hören, sind chillig, eingängig, dabei erfrischend anders, ohne gekünstelt zu wirken.

Trotz oder gerade wegen ihrer Andersartigkeit, fernab vom Mainstream, ist hier mit dem Debutalbum "Another World" eine CD entstanden, die sich mit solch einer Leichtigkeit hören lässt, die erstaunt. Es klingt wie von einer anderen Welt.


Thilo Illgner: „Das Tolle an unserer Zusammenarbeit ist ein gegenseitiges musikalisches Vertrauen. Wenn Alex mit einem neuen Basslauf oder einer Figur zu mir ins Studio kommt, kann ich mich meist daran austoben. Manchmal hat Alex klare Vorstellungen, und das respektiere ich. Das setzen wir dann auch in diese Richtung um. Aber zumeist kann ich einen Song vollkommen frei gestalten. Wer hätte anfangs gedacht, dass aus einer einzigen Bassfigur wie bei FANTASIA ARABICA und einem Slapper ein arabisch klingendes Stück wird!

Oder aber ich habe einen Song auf dem Piano geschaffen und habe die Idee zu feinen, sensiblen Bassfills im Kopf, die ich dann Alex vorsinge. Ich brauche dann nichts mehr zu sagen. Er versteht mich und macht daraus wie bei PRISMA ein fantastisches Stück.“

Die beiden Musiker Illgner und Oldendorf haben auch auf ihrem dritten Studioalbum mit dem Titel

"Strange Ways" nichts an ihrer Experimentier- freudigkeit verloren. Trotz der musikalischen Andersartigkeit aufgrund vertrackter Rhythmen

oder schwer zu folgenden Melodieparts sind

die Songs auf dieser Scheibe manchmal schon

richtige Ohrwürmer. Ob akustischer Techno

aus Bass, Drums und Piano (Men & Machines),

melancholische Ballade (Sweet Darkness)

oder ein zum Träumen schöner Hochzeits-

marsch (Wedding March) - es sind Songs,

die im Gedächtnis bleiben.